Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, ist eine ernsthafte Infektionskrankheit, der wir in den letzten Jahren immer häufiger begegnen. In Tschechien erkranken jährlich 3−5 Tausend Menschen daran. Die Krankheit wird nicht mehr nur von infizierten Zecken übertragen, sondern auch von Mücken und anderen Insekten. Ein Schutz in Form einer Impfung existiert leider nicht. Die Symptome der Krankheit werden von Jahr zu Jahr schwerwiegender und die Behandlung ist daher langwieriger und weniger erfolgreich. Erreger der Krankheit ist ein Bakterium (Spirochäte) der Gattung Borrelia. Dank seiner spiralförmigen Form und schraubenförmigen Bewegung gelangt das Bakterium leicht in das Gewebe und ist in der Lage, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, die das innere Milieu des Gehirns vom Gefäßsystem des Körpers trennt und einen begrenzten Stofftransport zwischen Gehirngewebe und Blut ermöglicht. Es ist in der Lage, in eine ganze Reihe weiterer Zellen einzudringen - Gewebezellen, Zellen der Gefäßauskleidung, Neuronen - und dort „unbemerkt“ zu überleben. Und genau „dank“ dieser Fähigkeit, in Gewebe einzudringen und sich dort zu verstecken, hat unser Immunsystem Probleme, die Borrelia-Bakterien zu finden und zu vernichten.
Die Inkubationszeit der Borreliose liegt im Bereich von einigen Tagen bis Wochen. Die Anfänge der Erkrankung verlaufen meist symptomlos. Der einzige Indikator, der häufig, aber nicht immer auftritt, ist ein roter Fleck auf der Haut (erythema migrans). Meist bemerken wir ihn im zeitlichen Abstand von einigen Tagen bis Wochen nach dem Zeckenstich oder Insektenbiss. Er hat normalerweise eine Größe von ca. 5 cm, ist rot gefärbt und verblasst oft wie von der Mitte aus. Manchmal juckt er leicht, schmerzt aber normalerweise nicht. Innerhalb weniger Wochen beginnen wir, weitere Symptome zu spüren, die oft an eine Grippe erinnern: Müdigkeit, Erschöpfung, erhöhte Temperatur (oder das Gefühl einer erhöhten Temperatur), Benommenheit, Schwindel, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Nackensteifigkeit usw. In dieser Phase besteht noch eine hohe Heilungschance, besonders wenn unser Immunsystem ausreichend stark ist. Wenn die Borreliose in dieser Phase nicht oder falsch behandelt wird, neigt der Erreger dazu, sich in tieferen Schichten zu verstecken, und das Problem beginnt chronisch zu werden.
Die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist eine korrekte Diagnose (die richtige Art der Laboruntersuchung) und die Verabreichung von Antibiotika direkt in den ersten Stadien. Oft ist eine langfristige Verabreichung erforderlich, zudem in Kombination mit mehreren Arten von Antibiotika oder Antiparasitika. Andererseits hat eine langfristige Verabreichung oft nicht den gewünschten Effekt und kann dem Organismus eher schaden. Deshalb kommt in späteren Stadien der Borreliose häufig eine natürliche Behandlung zum Einsatz.
Die chinesische Medizin arbeitet mit dem Begriff „verborgener Erreger“. Dieser entsteht, nachdem der Organismus von einer Infektion befallen wurde (sei es eine Grippe oder Borreliose) und das Immunsystem nicht damit fertig wird – entweder aufgrund einer ungeeigneten Behandlung oder der mangelnden Disziplin des Patienten. Ein nicht vollständig ausgeheilter Erreger versteckt sich in tieferen Schichten und wartet dort, bis seine Zeit gekommen ist. Dann genügen bereits leichte körperliche Erschöpfung oder psychische Belastung, und der „verborgene Erreger“ beginnt, Energie einzufordern, die er dem geschwächten Organismus entzieht. Die Symptome sind meist: Gefühle von Müdigkeit und Erschöpfung, Schmerzen am ganzen Körper, Gefühle von erhöhter Temperatur, wiederkehrende Halsschmerzen usw. Im Laufe der Zeit werden die Symptome jedoch schwerwiegender und der Organismus geht in die chronische Phase der Borreliose über.
Warum aber erkrankt jemand nach einem Stich durch eine infizierte Zecke und ein anderer nicht? Welche Infektionen wir uns zuziehen und wie wir damit umgehen, hängt von der Stärke unseres Immunsystems ab. Ein starkes Immunsystem kann auch mit Borrelien fertig werden, was erklärt, warum nicht alle, die sich mit Borreliose infizieren, auch daran erkranken. Eine starke Immunabwehr verhindert den Ausbruch oder trägt zu einer Heilung bei, ohne dass wir es merken. Leider ist das Immunsystem heute bei vielen Menschen geschwächt und kommt mit solchen Infektionen allein nicht zurecht.
Coriolus – eine Waffe, die die traditionelle chinesische Medizin nutzt
Es gibt mehrere Wege, wie man in der chinesischen Medizin einen „verborgenen Erreger“ loswerden kann. Oft werden spezielle Kräutermischungen oder Akupunktur eingesetzt. In der Praxis werden jedoch am häufigsten Extrakte aus Vitalpilzen verwendet, die starke antibakterielle und antivirale Wirkungen haben. Versuche haben bestätigt, dass sie die Vermehrung von Bakterien und Viren verhindern und diese auch abtöten können, einschließlich multiresistenter (gegen die meisten Antibiotika unempfindlicher) Staphylokokken oder der Bakterien, die Tuberkulose verursachen. Die Praxis zeigt, dass insbesondere der Pilz Coriolus auch tückische Borrelien vernichten kann. Gleichzeitig ist er ein extrem starker Immunstimulator. Er unterstützt sowohl die angeborene als auch die erworbene Immunität, was sich darin äußert, dass Infektionen und „verborgene Erreger“ von den Immunzellen leichter aufgespürt, abgetötet und aus dem Organismus entfernt werden. Zudem verbessert er den Zustand der Schleimhäute und (Gefäß-)Auskleidungen, was die Ausbreitung von Borrelien im Organismus erschwert.
Coriolus ist zwar bei Borreliose die erste Wahl, dennoch kombiniere ich ihn oft mit weiteren Pilzen (je nach Symptomen):
• bei Neuroborreliose mit Hericium,
• bei Zuständen großer Erschöpfung mit Reishi,
• bei starkem Frösteln mit Cordyceps.
Coriolus empfehle ich in Form eines Extrakts mit einer Konzentration von 40 % Polysacchariden, die anderen Pilze mit 30 % Polysacchariden. Es gibt auch andere Konzentrationen, jedoch sind diese nach meiner langjährigen Erfahrung optimal.
Allgemein stärken Vitalpilze die gesamte körperliche und psychische Verfassung. Sie unterstützen die Regeneration des Organismus, der über Wochen oder Monate geschwächt und geschädigt wurde. Sie sind sicher und können mit einer klassischen Behandlung kombiniert werden.
Mit einem „verborgenen Erreger“ ist es manchmal ein langer Weg. Die Therapie dauert üblicherweise 6 bis 12 Monate, dies ist jedoch sehr individuell und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Bei einem erwachsenen Patienten empfehlen wir die Einnahme von 3–5 g Pilzextrakt täglich (6–10 Kapseln). Damit es nicht zu einer Ermüdung des Immunsystems kommt, rate ich dazu, die Pilze 5 Tage pro Woche einzunehmen und dann 2 Tage Pause zu machen. Coriolus kann sowohl in der akuten Phase der Borreliose (gerne auch begleitend zu Antibiotika) als auch in der chronischen Phase eingenommen werden.
Eine weitere Möglichkeit, die chronische Phase der Borreliose zu behandeln, ist die Verwendung einer der klassischen Kräutermischungen der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen verborgene Krankheitserreger, die ich häufig mit den oben genannten Pilzen kombiniere. Die in dieser Mischung enthaltenen Kräuter helfen dabei, den verborgenen Erreger aus tieferen Schichten an die Oberfläche zu „lüften“. Vielleicht kennen Sie diese Mischung unter dem Namen Su He Tang (eine Tinktur) oder Abkochung aus Perilla und Minze. Der zweite Name deutet darauf hin, dass die beiden Hauptkräuter dieser Mischung Perilla frutescens und Minze sind. Diese Mischung wird auch häufig an die spezifischen Symptome angepasst. Das Ziel ist es jedoch, schrittweise zu dieser grundlegenden scharfen Mischung zu gelangen. Es ist nicht notwendig, hohe Dosen einzunehmen, weshalb auch die Form der Tinktur geeignet ist. Manchmal können in den ersten Tagen der Einnahme verschiedene „Herx-Reaktionen“ auftreten – unangenehme Symptome, die entstehen, wenn der Erreger aus den inneren Schichten an die Oberfläche gedrängt wird. Wenn diese negativen Erscheinungen unerträglich sind, empfehle ich, die Dosis zu reduzieren. Sie sollten nicht länger als ein paar Tage anhalten.
Su He Tang wird bei folgenden Problemen eingesetzt:
• verborgener Erreger
• Lyme-Borreliose
• systemische Kandidose
• übermäßige Hefepilzbesiedlung
• Chlamydien
• chronische Mononukleose
• chronische Infektionen
• Madenwürmer, Bandwürmer, Spulwürmer
• Schistosomiasis
Wenn Sie Su He Tang in Form einer Tinktur verwenden, nehmen Sie pro Tag die gleiche Anzahl an Tropfen ein, wie Sie Kilogramm wiegen. Wenn Sie 60 kg wiegen, dann 2x täglich 30 Tropfen.
Aus eigener Erfahrung muss ich bestätigen, dass die Lösung von Problemen mit Borreliose, insbesondere in ihrer chronischen Phase, viel Geduld und wirklich lange Zeit erfordert. Geben Sie nicht auf. Es ist die Heilung wert und Sie werden wieder Erleichterung finden.