Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die am häufigsten bei Menschen über 50 Jahren auftritt. Sie betrifft das Gehirn und verursacht ein allmähliches Absterben von Nervenzellen, insbesondere jener, die Dopamin in einem Teil des Gehirns namens Substantia nigra produzieren. Im Gehirn überwiegt somit der Neurotransmitter Acetylcholin, was zu typischem Zittern, Problemen mit der Motorik und psychischen Problemen führt. Der Patient verliert allmählich die Kontrolle über seine Muskeln, Bewegungen und Sprache. Wir unterscheiden mehrere Stadien der Parkinson-Krankheit. Zu Beginn können die Kranken den Eindruck gesunder Menschen erwecken und ihre Beschwerden nicht einer Gehirnerkrankung, sondern dem fortschreitenden Alter zuschreiben. Um das 50. Lebensjahr beginnt die Krankheit in den Zellen, die Geruchswahrnehmungen vermitteln, anschließend schreiten die Symptome in den Magen fort, weshalb sie in diesem Stadium eine Art „Völlegefühl“ verspüren. Das Gehirn ist erst im letzten Stadium betroffen. In diesem ist vor allem das Bewegungszentrum beeinträchtigt, das immer schwerer zu steuern und unter Kontrolle zu bringen ist. Der Körper wird von unwillkürlichen Bewegungen beherrscht, und kontrollierte Bewegungen sind schwer auszuführen. Neben dem Gehen und dem Gleichgewicht sind auch die Schluckfähigkeit und die Sprache aufgrund mangelnder Koordination der Zungen- und Gesichtsmuskeln, die Handschrift oder der Schlaf gestört. Der Kranke verspürt auch ein Kribbeln in den Lippen und im Gesicht. Eine eigenständige Gruppe, das sogenannte „Young Onset“ („Beginn in der Jugend“), bilden junge Menschen, die zwischen 30 und 40 Jahren Muskelsteifheit und Verlangsamung verspüren.
Die Parkinson-Krankheit ist nicht direkt erblich, aber Prädispositionen können sich aufgrund äußerer Einflüsse im Laufe der Zeit in die Krankheit verwandeln.
Nach der TCM liegt die Hauptursache der Parkinson-Krankheit in der Erschöpfung des Leberblutes und des Nieren-Yin. Dadurch versagt die Ernährung und Festigung der Sehnen, was zu Zittern und Krämpfen, Steifheit und Rigidität, eventuell Kontraktionen führt. Die Yin-Schwäche führt zur Hyperaktivität des Yang, was dazu führen kann, dass im Inneren der sogenannte Leberwind aufsteigt. Insbesondere wenn sich der Wind mit Schleim und Feuchtigkeit vermischt, kann es zu einer Verstopfung und Blockade des Netzwerks der Leitbahnen und Verbindungen kommen, was zu anhaltendem Zittern und Beben führt. Auch unbewältigte Emotionen (unerfüllte Wünsche, Wut und Frustration) können sich negativ auf die Leber auswirken. Sie verliert die Kontrolle über den Qi-Fluss und dieser beginnt zu stagnieren. Da „Qi das Blut bewegt“, kann es zu Stagnationen bis hin zu Blockaden kommen. Einerseits blockiert statisches Blut den Fluss und die Ernährung der Sehnen, andererseits bremst es auch die Bildung von „neuem“ Blut. Beides kann eine mangelhafte Ernährung der Sehnengewebe mit nachfolgendem Zittern, Krämpfen, Steifheit und Kontrakturen zur Folge haben.
Sheng Ming Xi Feng Tang beeinflusst den genannten Mechanismus durch die Ergänzung von Qi und Blut, sodass Stagnationen und Blockaden gelöst werden und dadurch die Leitbahnen und Verbindungen durchgängig werden. Die Leber wird durch die Ernährung „geschmeidig gemacht“, der innere Wind beruhigt sich, das Zittern sowie unwillkürliche Bewegungen hören auf und die Beweglichkeit sowie Mobilität des gesamten Körpers verbessern sich. Der Patient kann seinen Körper wieder kontrollieren und auch das Niveau der Lebensenergie sowie natürlich die Stimmung verbessern sich.
Sheng Ming Xi Feng Tang ist ein Tonikum, daher dauert es normalerweise einige Zeit (2 bis 3 Monate), bis sich seine Wirkungen voll entfalten. Es geht nicht um eine einfache Lösung der „Spitzen“ des Problems – das Stoppen des Zitterns –, sondern gleichzeitig lösen wir durch die Ernährung auch dessen Ursache – die „Wurzel“ der Krankheit.
| Aufbereitung | Chinesisch | Tschechisch | Lateinisch |
| Sheng | Huang Qi | Tragant, Wurzel | Rad. astragali |
| Dang Shen | Glockenwinde, Wurzel | Rad. codonopsis | |
| Dang Gui | Chinesische Engelwurz, Wurzel | Rad. angelicae sinensis | |
| Chao | Bai Shao | Milchweiße Pfingstrose, Wurzel | Rad. paeoniae alba |
| Ji Xue Teng | Spatholobus, Wurzel, Stängel | Caulis milletiae seu spatholobi | |
| Tian Ma | Gastrodia elata | Rhiz. gastrodiae | |
| Gou Teng | Uncaria, Endzweige | Ram. cum uncis uncariae | |
| Zhen Zhu Mu | Perlmutt (Süßwasser) | Concha margaritiferae | |
| Jiu | Dan Shen | Rotwurzel-Salbei, Wurzel | Rad. salviae |
| Chan Tui | Zikadenlarvenhülle | Periostraceum cicadae | |
| Di Long | Regenwurm | Lumbricus | |
| Sheng | Chuan Xiong | Wallich-Sumpfschirm, Rhizom | Rhiz. ligustici |

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