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Kategorie: Bewegungsapparat, Gelenke, Haut, Schmerzlinderung

Anwendung des Rezepts nach der Traditionellen Chinesischen Medizin:

  • bewegt das Blut und löst Blutstauungen auf
  • klärt Hitze
  • leitet feuchte Hitze aus und trocknet sie
  • zerstreut Wind
  • löst Re Bi (heiße Blockaden im Gelenkbereich)
  • macht die Leitbahnen und Verbindungsgefäße durchgängig

Beschreibung:

Die Modifikation einer bekannten Mischung zur Behandlung von schmerzhaften Bi-Syndromen (Blockaden im Gelenkbereich) ist in unserem Fall für die Behandlung von Gicht bestimmt, einer spezifischen Erkrankung, die sich laborchemisch durch einen hohen Harnsäurespiegel und klinisch durch schmerzhafte Gelenkentzündungen äußert – typischerweise im Bereich des großen Zehs. Die moderne Medizin erklärt uns, dass die Entzündung entsteht, weil Harnsäure kristallisiert und sich die entstandenen Kristalle in Gelenken, Sehnen und umliegendem Gewebe ablagern. Aber warum gerade im Bereich des großen Zehs? Das wiederum kann die chinesische Medizin erklären. Die genannten Kristalle und die entzündliche Reaktion des Gewebes darauf stellen eine sogenannte feuchte Hitze dar, eine Pathologie, die entweder mit Leber und Gallenblase (meist durch emotionale Stagnation) oder mit der Milz (diätetische Fehler – Übermaß an Fleisch, Alkohol, Scharfem und Fettigem in der Ernährung) verbunden ist. Sie wirkt wie ein „Klebstoff“, der es den vitalen Substanzen nicht erlaubt, frei zu fließen; diese stagnieren, es kommt zur Bildung von Hitze bis hin zu feurigem Toxin und es entwickelt sich eine heftige Entzündung (Hitze, Rötung, Schwellung, Schmerz und Funktionsstörung). Auch deshalb sprechen wir von einem „Gichtanfall“. Aber warum am Zeh? Genau dort, an der Wurzel des großen Zehs, an seiner Innen- und Außenseite, befinden sich die Ursprungspunkte der Leitbahnen, die mit der Bildung von feuchter Hitze verbunden sind: die Leber- und Milzleitbahnen. Und außerdem wird dieses Gelenk beim Gehen am stärksten belastet.

In der Behandlung wird die bekannte Mischung Tong Yong Tong Feng Tang innerlich angewendet und klärt feuchte Hitze der Hauptmeridiane sowie der kleinen Seitenäste. Die Mischung beeinflusst somit nicht nur die akuten Symptome, sondern auch die Ursache, warum es zu ihnen kommt, und ist daher eine ideale Lösung zur Bewältigung dieser unangenehmen Zustände. Unser Shan Ci Nan Xing wird als Ergänzung dazu verwendet – zur lokalen Behandlung in Form von Einreibungen oder Umschlägen. Die Tinktur basiert auf einem Rezept aus dem Buch „Traumatologie und Orthopädie der Traditionellen Chinesischen Medizin“, herausgegeben von der Universität in Nanjing. Die zwei Hauptkräuter, nach denen die Mischung auch benannt ist, klären Hitze und feuriges Toxin, reduzieren Schwellungen, machen die Leitbahnen und Verbindungsgefäße durchgängig und stoppen dadurch den Schmerz. Wirksame Schmerzstiller sind auch Weihrauch und Myrrhe. Die lokale Anwendung bietet daher Linderung bei allen „heißen“ Arthritiden, wenn das Gelenk gerötet, geschwollen und extrem schmerzhaft ist. Eine zweite nützliche Indikation sind eitrige und schmerzhafte Hautläsionen.

Indikationen:

  • scharfer, stechender Gelenkschmerz, hauptsächlich am großen Zeh
  • lokale Hitze und Rötung
  • Schwellung im betroffenen Bereich
  • schmerzhafte eitrige Hautläsionen

Moderne Anwendung:

  • Gichtarthritis
  • eventuell akute Arthritis an anderer Stelle
  • eitrige Hautläsionen (Geschwüre, Abszesse, Furunkel, Karbunkel)

Zunge:

  • rot
  • dickerer weiß-gelber bis gelber Belag

Puls:

  • shu
  • hua
  • jin (schnell, schlüpfrig, gespannt)

Kontraindikationen:

  • nicht innerlich einnehmen!
  • nur zur äußeren Anwendung: Einreibungen, Anwendung von Umschlägen, evtl. zur ergänzenden Therapie mit IR-Lampe oder separat

Anmerkungen:

Wir empfehlen die gemeinsame Anwendung mit Tong Yong Tong Feng Tang, das innerlich eingenommen wird und in der Lage ist, die Faktoren zu behandeln, die eine Gichtarthritis auslösen. Unverzichtbar sind Maßnahmen zur Lebensführung und Ernährung (siehe dort).

Als Tinktur kann die Mischung sehr gut zur Beruhigung von entzündeten und eitrigen Hautläsionen wie Geschwüren, Abszessen, Furunkeln, Karbunkeln (häufig am Nacken, insb. bei älteren Männern und Diabetikern) sowie bei Reaktionen der regionalen Lymphknoten verwendet werden.

Zusammensetzung des Rezepts:

AufbereitungChinesischTschechischLateinisch
 Shan Ci Gu Rhiz. pleionis
 DanTian Nan Xing Rhiz. arisaematis preparata
 Ru XiangWeihrauchbaum, GummiharzRes. olibanum (gummi olibanum)
 Mo YaoMyrrhenbaum, GummiharzRes. myrrhae