Enzyklopädie
encyklopedie-bg.svg
encyklopedie.svg
Kategorie: Urologie, Entgiftung, Nierensystem, Schmerzlinderung.

Anwendung des Rezepts nach der Traditionellen Chinesischen Medizin:

  • reinigt trübe Feuchtigkeit aus dem Blasenmeridian
  • fördert die Blasenfunktion, unterstützt das Wasserlassen
  • scheidet Harnsteine aus und reinigt die Harnwege
  • lindert Schmerzen

Beschreibung:

Es handelt sich um eine moderne Patentformel, wie der chinesische Name bereits verrät (Pille zur Förderung des Wassers und Ausscheidung von Steinen), die dazu bestimmt ist, Steine und „Grieß“ aus den Harnwegen zu verkleinern und auszuleiten, wobei sie bei Steinen bis zu 8 mm gut wirkt.

Das Prinzip ihrer Wirkung ist die Reinigung von feuchter Hitze, einer Pathologie, die die Entstehung von Steinen (nicht nur in der Blase, sondern auch in den Gallenwegen) verursacht. Der häufigste Mechanismus ist die Entstehung von Feuchtigkeit im Bereich des mittleren Erwärmers, die dann nach unten sinkt, wo es aufgrund von Stagnation oder anderen Ursachen zu einer Überhitzung kommt – und schon ist die feuchte Hitze da. Sie äußert sich durch Probleme beim Wasserlassen und Schmerzen im Unterbauch, wie wir sie beispielsweise bei einer Blasenentzündung kennen oder die einen anfallsartigen Charakter haben können. Ein zweites mögliches Szenario ist dann die Entstehung von Grieß und Steinen. Natürlich kann dazu auch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder ein hoher Anteil an heißen, fettigen oder gewürzten Produkten in der Nahrung beitragen.

Goldfelberich, Pyrrosia und Malve können direkt auf feuchte Hitze einwirken, d. h. auch auf Harnsteine, und diese auflösen. Schmerzen lindern Geißblatt, Schwalbenwurz und Nelke sowie erneut die Malve. Alle diese Kräuter fördern zudem das Wasserlassen, was durch Wegerich und Talkum noch weiter unterstützt wird – damit es „schön flutscht“. Süßholz harmonisiert die Kräuter in der Mischung und wirkt sich zudem positiv auf das Harn- und Fortpflanzungssystem aus. Während die Steine kleiner werden, lassen die Schmerzen nach. Und wir haben eine viel größere Chance, dass sie auf natürlichem Wege abgehen und wir endgültig Erleichterung finden.

Indikationen:

  • Steine in den Harnwegen
  • häufiges Wasserlassen
  • schmerzhaftes Wasserlassen
  • Harndrang mit geringer Urinmenge
  • Schmerzen im Unterbauch
  • anfallsartige Schmerzen im Unterbauch oder in der Lenden- oder Flankengegend, die in die Leiste ausstrahlen
  • trüber Urin, Blut im Urin
  • Blockade des Wasserlassens
  • Übelkeit und Erbrechen

Moderne Wirkungen:

  • Urolithiasis – Steine in den Harnwegen

Zunge:

  • kann rötlich sein
  • mit einem stärkeren weiß-gelblichen Belag
  • vor allem an der Zungenwurzel

Puls:

  • normal
  • evtl. shu, hua (schnell, gleitend)
  • bei Schmerzen xian
  • jin (gespannt, zusammengezogen)

Kontraindikationen:

  • kontraindiziert bei Zuständen, die nicht durch feuchte Hitze verursacht werden
  • vorsichtiger bei Patienten mit schwächerer Verdauung und Neigung zu Durchfall

Hinweis:

Die Mischung kann die Wirkung von Diuretika der Schulmedizin (z. B. Furosemid, HCTZ) potenzieren; in diesem Fall ist Vorsicht geboten, damit es nicht zu einer übermäßigen Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten kommt.

Zusammensetzung des Rezepts:

AufbereitungChinesischTschechischLateinisch
 Jin Qian CaoGoldfelberich, KrautHerb. lysimachiae
 Ren Dong TengJapanisches Geißblatt, StängelCaulis lonicerae
 Shi WeiPyrrosia lingua, BlattFol. pyrrosiae
 Qu MaiPracht-Nelke, KrautHerb. dianthi
 Xu Chang QingSchwalbenwurzRad. cynanchi paniculati
 Hua ShiTalkumTalcum
 Dong Kui ZiMalve, SamenSem. malvae
 Che Qian ZiWegerich, SamenSem. plantaginis
 Gan CaoSüßholz, WurzelRad glycyrrhizae