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Sie ist sehr alt; archäologisch ist belegt, dass sie im Nahen Osten bereits 10.000 v. Chr. angebaut wurde und aus der Gerste gezüchtet wurde. In Böhmen tauchte Weizen etwa um 5.000 v. Chr. auf. Ursprünglich wurde bei uns eine sehr widerstandsfähige Art von Einkorn zusammen mit Gerste und Roggen angebaut.

Weizen verdrängte an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, insbesondere bei der wohlhabenden Bevölkerungsschicht, den Roggen. Mehl wurde zum Backen von Brot und Gebäck verwendet, das sich dank des Kaffees, der zu dieser Zeit aus der Türkei zu uns kam, als Frühstück anstelle von Getreide- oder Hülsenfrüchtebrei verbreitete.

Dieses Mehl ist im Vergleich zu Vollkornmehl um etwa 60 % an Kalzium, 76 % an Eisen, 85 % an Magnesium, 78 % an Zink, 77 % an Vitamin B1, 80 % an Vitamin B2, 86 % an Vitamin E und 80 % an Gluten ärmer. Weißmehl wird in der Alltagsküche häufig verwendet, vor allem wegen seiner Fähigkeit, Teig zu binden – besonders bei Kuchen, Brot, Knödeln und Nudeln.

Er ist von kühler Natur und süßem Geschmack. Er klärt Hitze, insbesondere Herz-Hitze, und ist bei Herzerkrankungen sowie während der Menopause geeignet – vor allem Weizenkeime, die den Hormonspiegel ausgleichen. Er befeuchtet Hitze, weshalb er bei trockener Haut, Durstgefühl und Austrocknung verwendet wird.