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Die ersten Erwähnungen des sogenannten spanischen Pfeffers finden sich in den Schriften des Arztes der ersten Kolumbus-Expedition. Anfangs wurde er in der Küche kaum verwendet und war eher eine botanische Rarität in Kloster- und Adelsgärten. Etwa um das Jahr 1580 wurde er in der Umgebung von Brünn bereits recht verbreitet angebaut. Mitte des 16. Jahrhunderts verbreitete er sich in ganz Europa, und in Ungarn trockneten und mahlten ihn die Bauern zu Pulver. Paprika wurde zum ungarischen Nationalgewürz, und es rankt sich die Legende darum, wie Pascha Mehmed von Ofen eine Wasserträgerin in seinem Palast einsperrte, die den wertvollen Strauch erkannte, seine Samen aus dem Palast schmuggelte und die Gärtner sie daraufhin rund um Ofen anpflanzten.

Köche entdeckten, dass Speisen mit Paprika einen bezaubernden Geschmack haben, den Bauch angenehm wärmen und die Verdauung fördern.

Es gibt verschiedene Arten von Paprika, die auch unterschiedlich verwendet werden.

Edelsüßer Paprika

ist fein süß und wird aus ausgewählten, reifen Früchten hergestellt, aus denen vor dem Trocknen die Samenscheidewände entfernt wurden.

Edelsüßer Paprika (fein)

wird aus sorgfältig ausgewählten, nicht scharfen Früchten hergestellt, aus denen vor dem Trocknen die Samenscheidewände entfernt wurden. Er ist etwas schärfer als der Delikatess-Paprika, da beim Mahlen Paprikasamen hinzugefügt werden.

Halbsüßer Paprika

der auch als Gulasch-Paprika bezeichnet wird, hat einen schärferen Geschmack als Delikatess- oder edelsüßer Paprika. Er wird aus scharfen Paprikasorten unter Zugabe von Samen beim Mahlen hergestellt.

Scharfer Paprika

wird aus den herausgeschnittenen Samenscheidewänden hochwertiger scharfer Paprikaschoten gemahlen. Er hat eine braunrote Farbe, einen intensiven Duft und ist sehr scharf.

Nicht scharfer Delikatess-Paprika

hat einen sehr feinen Geschmack und Duft, eine feuerrote Farbe und eine mild-scharfe Note. Er wird aus gut gereiften Früchten hergestellt, die von den Samenscheidewänden befreit wurden.

Roter Paprika enthält eine große Menge an Provitamin A und Vitamin C. Er wird für die Zubereitung von Saucen, Suppen, zum Backen und für Salate verwendet.

Er ist von warmer Natur und bitterem Geschmack, regt die Verdauung an und wirkt nach unten leitend. Je schärfer der Paprika ist, desto wärmer ist er.