Wir kennen ihn aus der Bronzezeit und er stammt wahrscheinlich aus Zentralasien, wo er aus dem Flughafer gezüchtet wurde. Nach Europa gelangte er dank der Slawen und Germanen, die ihn in großen Mengen anbauten. Er wird für die Zubereitung von herzhaften und süßen Teigen, Breien sowie zum Andicken von Suppen und Saucen verwendet; Sie können ihn auch bis zu einem Drittel in Brotteig geben.
Von allen Getreidearten enthält er mit etwa 13 % am meisten Eiweiß und mit etwa 7,5 % am meisten Fett. Zudem enthält er eine Fülle an Enzymen – vor allem Diastase, die die Verdauung fördert. Sein Eiweißgehalt kommt dem von Hülsenfrüchten nahe. Er enthält viel Lecithin und ist somit auch ein Balsam für unsere Nerven. Er ist eine reiche Quelle für Vitamin B, E, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink und Ballaststoffe.
In alten Kochbüchern wurde er als glutenfreies Getreide aufgeführt, heute wird er zu den glutenhaltigen Getreidesorten gezählt. Diesem Rätsel bin ich bisher noch nicht auf die Spur gekommen.
Hafer hat einen salzigen und scharfen Geschmack, ist von neutraler bis warmer Natur und beeinflusst Leber und Milz. Er wird für geschmeidige Sehnen und starke Muskeln empfohlen. Er eignet sich bei Erschöpfung, chronischen Erkrankungen und bei Kältegefühl.
Haferbrei und Hafer-Suppe sind auch für Kinder sehr nahrhaft, aber Vorsicht: Sie sind nicht für die Ernährung in der Schwangerschaft und auch nicht für hyperaktive Kinder geeignet. Nicht bei Hauterkrankungen verwenden.

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