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Seine Heimat ist Südrussland und der Mittelmeerraum. Von dort aus verbreitete er sich allmählich in Europa und diente von Anfang an auch medizinischen Zwecken. Meerrettich ist eine unserer Kulturpflanzen, die bereits im Mittelalter angebaut und in die umliegenden Länder exportiert wurde. Er ist auch eine schöne Zierpflanze, denn wenn er blüht, bildet er einen Kopf voller wunderschöner weißer Blüten. In der Küche und in der Heilkunde wird ausschließlich die Wurzel verwendet. Er regt die Magen- und Darmtätigkeit an, löst Magenkrämpfe, erhöht den Blutdruck, reinigt das Blut, wirkt harntreibend und ist hervorragend bei der Rekonvaleszenz der oberen Atemwege, da er sehr gut Schleim aus der Lunge löst. Er hat antivirale und antibakterielle Wirkungen.

Meerrettichspiritus wurde bei Kopfschmerzen verwendet, man rieb damit die Schläfen ein, und Meerrettichwickel wurden bei Rücken- und Muskelschmerzen aufgelegt.

Meerrettich enthält eine hohe Menge an Vitamin C, Provitamin A, Eisen, Kalium, Magnesium, Kalzium und Phosphor sowie eine große Menge an antibakteriellen und phytonziden Stoffen.

Er tritt in den Lungen- und Dickdarmmeridian ein, hat eine warme Natur und einen scharfen Geschmack.