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Archäologen haben herausgefunden, dass Menschen bereits vor 50 000 Jahren den Geschmack von Speisen mit Blättern und Früchten bestimmter Pflanzen verbesserten, die einen unverwechselbaren Duft und Geschmack hatten.

Die ersten Erwähnungen von Gewürzen stammen aus Mesopotamien, wo eine ganze Reihe dieser duftenden Pflanzen angebaut wurde. Auf Tontafeln gab es Erwähnungen von Koriander, Kümmel, Dill, Safran, Fenchel, Thymian und Kreuzkümmel. Der grausame Krieger, der assyrische König Merodach-Baladan, hinterließ uns das erste Buch über Nutzgärtnerei mit Beschreibungen und Vorschriften zum Anbau von Kräutern und Gewürzen; wir können dort über Kardamom, Koriander, Knoblauch, Dill, Zwiebeln, Thymian und Safran lesen. Sein Buch stammt aus der Zeit von 721 – 710 v. Chr.

Die Babylonier waren nicht nur geschickte Gewürzanbauer, sondern vor allem tüchtige Gewürzhändler. Die Perser kannten im Altertum viele Arten von Zwiebeln und Knoblauch, und im alten Indien sind schriftliche Belege aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. bekannt, die Kräuter und Gewürze erwähnen. Schon damals waren Zimt, Kardamom, Nelken, Pfeffer, Ingwer, Galgant, Kurkuma und Muskatnuss bekannt.

Die ersten Erwähnungen von Rezepten für Medikamente und Gewürze in China reichen bis ins Jahr 2700 v. Chr. zurück. Lange vor der Ankunft von Kolumbus kannte man in Amerika Vanille, Piment und Paprika. Im alten Ägypten kennen wir aus Papyrusrollen, die aus dem Jahr 1500 v. Chr. stammen, eine Übersicht von Gewürzen und Rezepten, in denen wir Minze, Senf, Kalmus, Sesam, Kümmel und Zimt finden können.

Zu dieser Zeit wurden Gewürze genauso geschätzt wie kostbare Waren, Perlen, Edelmetalle und Edelsteine.

Eine Zeit, in der Entdecker auf ihren Reisen nach Gewürzen auch neue Länder entdeckten, in der Monopole für den Gewürzhandel mit eiserner Hand gehalten wurden und Menschen für sie ihr Leben ließen. In der einige Reiche unverhältnismäßig reich wurden und andere untergingen. Auch bedeutende europäische Gewürzmärkte in Venedig, Lissabon, Antwerpen und Amsterdam verschwanden. Heute sind Gewürze leicht erhältlich, aber sie bewahren sich immer noch diesen Hauch von Duft und das Geheimnis ferner Länder.

Gewürze regulieren die Thermik der Speisen, stimulieren und verhindern die Stagnation der Nahrung im Magen und Darm. Wir arbeiten vorsichtig mit ihnen und kombinieren nicht zu viele Gewürzarten, damit der natürliche Geschmack der Speisen nicht verloren geht.