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Bevor Kartoffeln bei uns heimisch wurden, wurde eine große Menge an Wurzelgemüse als Beilage verwendet. Dazu gehörten vor allem Schwarzwurzeln, Pastinaken, Sellerie (Wasserminze) oder Süßwurzel, die an Bächen wuchs, sowie Rhabarber. Alle gehören zu den uralten Gemüsesorten, die in Europa bereits seit der Zeit des antiken Griechenlands und Roms bekannt sind. Sowohl Speiserüben als auch Steckrüben sind sehr reich an Kalzium und wirken basisch. Deshalb ergänzen sie Fleisch hervorragend und wurden früher üblicherweise dazu serviert. In Notzeiten wurde Steckrübe auch in Fladenbrote oder Brot eingebacken.

Kartoffeln enthalten 20 % Stärke, 2 % Eiweiß und speichern eine große Menge an Kohlenhydraten. Obwohl der Eiweißgehalt in Kartoffeln nicht so hoch ist, handelt es sich um vollwertige Proteine, die mit tierischen Proteinen vergleichbar sind. Sie wirken stark basisch, enthalten unter der Schale B-Vitamine sowie Vitamin C, das auch nach dem Kochen in fast unveränderter Menge erhalten bleibt.

Kartoffeln haben einen süßen Geschmack, eine neutrale Natur und wirken auf die Milz- und Magenmeridiane. Sie unterstützen die Funktion der Bauchspeicheldrüse und der Milz.

Vorsicht bei gekeimten und grünlichen Kartoffeln, sie schaden den Gelenken. Achten Sie daher beim Einkauf sorgfältig auf die Auswahl! Je länger Kartoffeln gelagert werden, desto weniger Vitamin C enthalten sie.